• Ein direkt verlaufender Radweg zwischen Kist und Gerchsheim ist ein lang gehegter Wunsch vor Ort.
• Im Juni 2026 stellte das Staatliche Bauamt Würzburg den örtlichen Kommunal- und Landesvertretern die Ergebnisse der erarbeiteten Bedarfsermittlung vor.
Vorstellung der Ergebnisse der Bedarfsermittlung im Staatlichen Bauamt Würzburg.
Zwischen Kist und Gerchsheim erstreckt sich ein ökologisch hoch sensibler Raum, das Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet Irtenberger und Guttenberger Forst. Dieses bringt besondere Anforderungen und naturschutzfachliche Hürden für Infrastrukturprojekte mit sich. Um die Notwendigkeit einer Radwegverbindung für eine spätere Genehmigung zu belegen, wurde der verkehrliche Bedarf durch ein Fachbüro anhand einer Potenzialabschätzung ermittelt.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung weisen belastbar nach, dass ausreichend viele Radfahrende die Verbindung nutzen würden. Die in die Erarbeitung eingebundenen Vertreter der beteiligten Kommunen, der Abgeordnete Björn Jungbauer, MdL sowie der Landkreis Würzburg zeigten sich über diese vorgestellten Ergebnisse sichtlich erfreut.
„Die Machbarkeitsstudie zeigt deutlich, dass dieser Radweg benötigt wird. Lassen Sie uns das Projekt gemeinsam anpacken und konsequent vorantreiben“ so Kist´s Bürgermeister Michael Englert und Großrinderfelds Bürgermeister Johannes Leibold zeigte sich erfreut über das gemeinsame Ziel: „den Lückenschluss zwischen Bayern und Baden-Württemberg zu realisieren.“ Rico Neubert, Leiter des Fachbereichs Regionalmanagement, Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung am Landratsamt in Würzburg und Kleinrinderfelds Bürgermeister Harald Engbrecht waren sich einig: „Das Projekt ist auf einen guten Weg, um für die Menschen in der Region einen echten Mehrwert, mehr Sicherheit und Attraktivität, zu bieten.“ Daniel Philipp, Leiter des Fachbereichs Straßenbau am Staatlichen Bauamt Würzburg, sieht hierzu einen wichtigen Meilenstein als erreicht: „Mit der Bestätigung des Bedarfs ist eine sichere Grundlage für die weiteren Planungsschritte geschaffen.“
Für den Herbst 2026 plant das Staatliche Bauamt Würzburg einen umfassenden Abstimmungstermin mit Fachbehörden, Interessenverbänden sowie den beteiligten Kommunen, damit diese frühzeitig und unmittelbar in die Planung eingebunden werden. Parallel dazu steht die Straßenbaubehörde in engem Austausch mit Baden-Württemberg, um eine durchgängige, länderübergreifende Radwegverbindung zwischen Würzburg und Tauberbischofsheim zu ermöglichen.
Dabei ist allen Beteiligten bewusst, es sind noch einige Hürden zu überwinden. „Der klare Arbeitsauftrag zur Realisierung des Radwegs im sensiblen Naturraum kann nur gemeinsam durch ein zielgerichtetes und kooperatives Vorgehen aller Behörden vorangetrieben werden“, stellt Abgeordneter Björn Jungbauer abschließend fest.
Bild: Vorstellung der Ergebnisse der Bedarfsermittlung im Staatlichen Bauamt Würzburg von links nach rechts: Johannes Leibold (1. Bürgermeister Großrinderfeld), Rico Neubert (LRA Würzburg, Leiter des Fachbereichs Regionalmanagement, Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung), Daniel Philipp (Staatliches Bauamt Würzburg, Fachbereichsleiter Straßenbau), Björn Jungbauer (Landtagsabgeordneter), Michael Englert (1. Bürgermeister Kist), Harald Engbrecht (1. Bürgermeister Kleinrinderfeld) © Staatliches Bauamt Würzburg